Ausstellung

Die Sammlungen des Industrie- und Eisenbahnmuseums in Schlesien

Die von der PKP übernommene Sammlung von Exponaten setzte sich im Jahr 2004 aus 34 Lokomotiven, 31 Waggons und 8 Werkstattmaschinen zusammen. Alle diese Objekte waren technisch nicht funktionsfähig, manche waren komplette Ruinen. Der Zustand der Büro- und Werkstattgebäude sowie der Betriebswerkhalle mussten von Grund auf renoviert werden.

Während des ersten Abschnitts der Museumstätigkeit wurde eine Reihe von Ordnungs- und Sicherungsarbeiten durchgeführt. Im Großteil der Gebäude wurden Räumlichkeiten und Dächer renoviert, die elektrische Installation wurde renoviert und eine zusätzliche Beleuchtung eingerichtet. In den renovierten Räumen wurden Büros, ein Vortragssaal sowie Ausstellungssäle eingerichtet.

Nach 10 Jahren seiner Tätigkeit stellt das Industrie- und Eisenbahnmuseum in Schlesien eine Sammlung zur Verfügung, die den Normalspur-Schienenfahrzeugbestand aus dem Zeitraum zwischen 1890 und den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts umfasst. Die Sammlung setzt sich aus 40 Dampflokomotiven (polnischer, deutscher, englischer und amerikanischer Produktion), Elektro- und Diesellokomotiven sowie über 50 Waggons und anderen speziellen Schienenfahrzeugen zusammen, die auf Schienen mit einer Gesamtlänge von ca. 2 km aufgestellt sind.

Das Museum besitzt die einzige funktionsfähige Normalspur-Dampflokomotive in ganz Niederschlesien – die polnische Dampflokomotive TKt48-18 von 1951. Darüber hinaus besitzt das Museum Sammlungen von Eisenbahn-Geräten, -Werkzeugen und -Dokumenten sowie themenbezogene ikonografische Sammlungen, die mit dem Gebiet Schlesiens verbunden sind. Zur Besichtigung freigegeben sind auch Ausstellungen von Industriemaschinen und –Geräten, darunter u. a. der polnische Computer ODRA von 1974. Einen bedeutenden Teil der Sammlung stellen ikonografische, Bibliotheks- und Archivsammlungen, sowie mit dem Eisenbahnwesen und seiner Umgebung verbundene Sammlungen aus dem Bereich Verbindungen und Verkehrssicherheit.

Sie gehören zur Abteilung der Verkehrsgeschichte, die auch eine Ausstellung, die der Geschichte der Motorradfahrt in Schlesien gewidmet ist, sowie das Museum für Spielzeugautos umfasst. Seit 2007 hat sich die Abteilung um eine Ausstellung historischer Funkempfänger und Eisenbahn-Funkgeräten erweitert. In zwei historischen Eisenbahnwaggons wurde eine dauerhafte Ausstellung eingerichtet, die die Rolle der Eisenbahn bei der Aussiedlung der Bevölkerung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs darstellt.