Geschichte

Geschichte des Industrie- und Eisenbahnmuseums in Schlesien

Das Industrie- und Eisenbahnmuseum in Schlesien hat seine Geschäftstätigkeit als privates Institut 2004 auf dem Gelände des historischen Bahnbetriebswerks in Jaworzyna Śląska begonnen. Nach über ein Jahr andauernden Bemühungen, die die Rettung der Sammlung des in Jaworzyna Śląska versammelten historischen Schienenfahrzeugbestands, hat das Museum das Gelände von der Gemeinde Jaworzyna Śląska gepachtet. Seit 2005 ist das Industrie- und Eisenbahnmuseum in Schlesien unter der Aufsicht des Kulturministeriums tätig und besitzt den Status einer Organisation des öffentlichen Nutzens.

Renovierungen und der Modernisierung der historischen Eisenbahn-Infrastruktur wurde eine Bahnroute eingerichtet, die durch die wichtigsten Teile des Museums führt. Die von der Dampflok TKt48-18 oder dem tschechoslowakischen Motorwagen „Motorak” aus dem Jahr 1956 geführten Waggons präsentieren bei der Fahrt durch das Gelände der Nebengleise des Museums die für die Geschichte der Eisenbahntechnik wichtigen Objekte, u. a. Wasserkran, Kohlenaufzug, das Gebäude der Ölmühle und Sandgrube oder die Untersuchungsgrube.

Geschichte des Eisenbahnknotens

Die Ortschaft Jaworzyna Śląska entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Station auf der 1843 eröffneten Eisenbahnlinie Wrocław – Świebodzice. Anfänglich war das Städtchen Jaworzyna Śląska nur eine Bahnhofssiedlung, es wurde erst 1868 vom Nachbardorf getrennt. Der Name der Station, Königszelt, bezieht sich auf das Militärlager, in dem der Kaiser von Preußen, Friedrich der Große II., 1761 stationierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Name zu Jawornik Świdnicki geändert, und danach zu Jaworzyna Śląską.

Nach dem Bau der Eisenbahnlinie nach Świdnicy (1844) und Legnica (1856) bediente die Station vier Richtungen, was den Ausbau der notwendigen Infrastruktur notwendig machte. Es wurde ein großer, bis heute erhaltener, multifunktionaler Bahnhof (bei der Linie nach Wałbrzych) erbaut, sowie ein Dampflok-Betriebswerk für 12 Stationen einschließlich Werkstätten (nördlich vom Bahnhof). In den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde in nächster Nachbarschaft ein Dampflok-Betriebswerk erbaut, das noch in der Zwischenkriegszeit diente und in der sich gegenwärtig das Lager befindet. Das Objekt hatte 11 Stationen, eine manuelle 16-Meter-Drehscheibe und einen charakteristischen Druckturm in Pilzform. Am Anfang des 20. Jahrhunderts (1906-1907) wurde in gewisser Entfernung zum Bahnhof (zwischen den Ausfahrtsschienen nach Wrocław und Świdnica) wurde eine neue Fächerhalle des Dampflok-Betriebswerks erbaut, die ganze 19 Stationen und alle technischen Anlagen besaß (endgültig 1924 in Betrieb genommen).

Die Elektrifizierung der Linie in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts sowie die schrittweise fallende Zahl an Fahrten in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts haben zur Auflösung des Bahnbetriebswerks geführt, an dessen Stelle die PKP das Freilichtmuseum für Dampflokomotiven gegründet hat, das bis 2001 in Betrieb war. 2004 wurde das zerstörte und geplünderte Vermögen der PKP von der Gemeinde Jaworzyna Śląska übernommen, um nach nahezu einem Jahr der Bemühungen, die historische Anlage des Betriebswerks und des Schienenfahrzeugbestands zu schützen, dem Industrie- und Eisenbahnmuseum in Schlesien zu verpachten.