SCHLESIEN UNTER DAMPF

 

EISENBAHNMUSEUM

Dieses für europäische Verhältnisse große Eisenbahnmuseum wurde in 2005 auf dem Gelände des ehem. historischen Bw aus dem Jahre 1908 in Jaworzyna (vorm. Königszelt) in Niederschlesien gegründet. Das Museum liegt auf einem historischen Eisenbahngelände von etwa 2 ha mit der gesamten und bis heute erhaltenen Eisenbahninfrastruktur. Dazu gehören ferner die Gebäude des Bw sowie sämtliche dazugehörigen technischen Anlagen. Die Sammlung umfasst über 120 Eisenbahnfahrzeuge ,angefangen in den 80-er Jahren des 19.Jh. und in den 70-er Jahren des vergangenen Jh. aufgehört. Ausgehend von der in 2015 in Eigenregie durchgeführten HU an TKt48-18 veranstalten wir mit dieser Maschine seither regelmäßig touristische Sonderfahrten zu verschiedenen attraktiven Orten Schlesiens. In den Jahren 2015-2017 nutzten über 30 000 Touristen aus Polen und dem Ausland das Angebot regelmäßiger  Sonderzüge unseres Museums.

VILLA FISCHER

Die Villa Fischer stammt aus dem Jahre 1902. Sie wurde vom vor 1945 hier vor Ort wirkenden Industriellen Paul Fischer errichtet, der seinerseits Eigentümer einer nahe gelegenen Kiesgrube war. Die Villa bietet unseren Gästen 8 stilvoll eingerichtete und bequeme Einzel- wie auch Doppelzimmer. Jedes Zimmer verfügt über ein Bad , Zugang zu einer Gemeinschaftsküche sowie Zugang zum Garten. Die Villa befindet sich in gut 200m Entfernung vom Industrie- und Eisenbahnmuseum.

JAWORZYNA ŚLĄSKA (ehem. Königszelt)

Jaworzyna Śląska ist der älteste Eisenbahnknotenpunkt Polens ,dessen Anfänge in die erste Hälfte des 19.Jh. zurückreichen. Im Jahre 1843 wurde aufgrund der beginnenden Industrialisierung eine Eisenbahnverbindung zwischen Breslau und Freiburg in Schlesien in Betrieb genommen. Diese sollte den Abtransport von Textilprodukten, Kohle und Koks aus dem Vorland des Sudetengebirgszuges ermöglichen. Die Stadt rund um die hiesige Bahnstation entstand und wuchs mit der Eisenbahn. Anfänglich befand sich hier lediglich die Bahnstation, welche die unweit gelegenen Städte Striegau und Schweidnitz bedienen sollte. Im Laufe der Jahre wuchs die kleine Siedlung zu einer Industriekleinstadt heran.  Die verkehrsgünstige Lage nahe der Bahnstrecken als auch die Kohle- und Kaolinvorkommen waren ursächlich dafür, dass im Jahre 1863 in Jaworzyna eine Porzellanfabrik entstand. Mittlerweile ist diese Fabrik 155 Jahre alt und produziert bis auf den heutigen Tag Porzellanerzeugnisse bester und höchster Qualität. Der Bahnhof an sich gehört weiterhin zu den wichtigsten Eisenbahnknotenpunkten auf dem Gebiet der Wojewodschaft Niederschlesien.

UNSERE FAHRZEUG

Bei allen vom Eisenbahnmuseum in Schlesien durchgeführten Sonderfahrten kommen folgende historischen Fahrzeuge zum Einsatz:

  • Dampflok TKt48-18 von 1951
  • Personenwagen Bi29 28 377 von 1930  – 2. Klasse
  • Personenwagen Ci28 23 858 von 1928  – 3. Klasse
  • Personenwagen Ci28 27 492 von 1928  – 3.Klasse

Die Dampflokomotiven der Baureihe TKt48 wurden für den Personenzugdienst im Bereich großer Städteagglomerationen für Vorortzubringerzüge sowie für den leichten Güterzugdienst auf gebirgigen Strecken im Jahre 1948 konzipiert und geplant. Die ersten Exemplare dieser Baureihe kamen 1950 in den Bestand der PKP und waren bis Ende der 80-er/Anfang der 90-er Jahre des 20Jh. in ganz Polen anzutreffen. Diese Maschinen zeichneten sich durch eine hervorragende Beschleunigung sowie die Möglichkeit aus, sowohl vor- als auch rückwärts mit gleicher Höchstgeschwindigkeit (80km/h)fahren zu können. Lok TKt48-18 stammt aus der ersten Produktionsserie und wurde  1951 von den Stalin-Metallbetrieben in Posen gebaut. Im Jahre 1964 gelangt sie ins Bw Jelenia Góra und blieb seither auf dem Gebiet Niederschlesiens. Die Lok wurde 2010 durch das Eisenbahnmuseum Schlesiens als betriebsfähige Maschine erworben. In den Jahren 2013-14 durchlief sie eine HU, wobei auch ihr Kessel ausgetauscht wurde. Seit 2015 ist sie vor den Sonderzügen des Museums regelmäßig zu sehen und zu erleben.

Die Waggons der Baureihe Ci28 / Bi29 gehören zu einer in den 20-Jahren vereinheitlichten deutschen Konstruktion von Personenwagen. Sie waren auf den gesamten Einsatzgebiet der ehem. Deutschen Reichsbahn anzutreffen.  Typisches Merkmal dieser Wagen ist ein vereinheitlichtes Fahrgestell, auf welchem je nach Bedarf ein Wagenkasten montiert war. Von diesen Wagenkästen gab es drei Ausführungen: den Personenzug-, den Postwagenzug- oder den Gepäckwagenzugkasten.   Alle diese Wagen befanden sich bis 1945 ausschließlich im Besitz der Deutschen Reichsbahn ; nach Ende des 2.Weltkrieges wurden sie im Rahmen der Reparationsleistungen u. A. auch der PKP zugeteilt und standen in Polen bis in die 80-er Jahre des 20Jh. hinein im Einsatz. Die Exemplare bei uns im Museum wurden in den Jahren 2015-2016 restauriert und betriebsbereit aufgearbeitet.  

Alle unsere Fahrzeuge befinden sich unter ständiger technischer Aufsicht und erfüllen alle Anforderungen , denen alle Eisenbahnfahrzeuge unterliegen, die auf den öffentlichen Eisenbahnstecken Polens unterwegs sind.

 

KONTAKT:

MACIEJ MĄDRY

maciej.madry@muzeatechniki.pl

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