Industriestadt der Kinder

13 – 24.07.2015 Jaworzyna Śląska

 

Die „Industriestadt der Kinder“ ist ein Vorhaben, das einerseits eine Alternative zu Ferien außerhalb des Wohnorts darstellt und andererseits unter Kindern das Wissen über die eigene, oft unbekannte, Umgebung und Umwelt verbreitet. Eine interessante Tatsache ist, dass die Betreuer der neuen Workshop-Gruppen auch aus Teilnehmern früherer Schulungen bestehen werden, was den Austausch von Erfahrungen und Leidenschaft sowie das Teilen jugendlicher Träume und Lebensfreude ermöglicht, was für viele Erwachsene ein Antriebsmotor für ihr Handeln ist. Die Idee des Projekts ist es, Kinder in unterschiedliche Arbeiten zu engagieren, zwecks der Erweckung ihrer Leidenschaft für die künftig ausgeübten Berufe. Es ist auch die Botschaft, dass Arbeit veredelt, und Befriedigung und persönliche Entwicklung ermöglicht. Eine Innovation in der Skala des Projekts wird die gleichzeitige Umsetzung des Projekts in drei Einrichtungen in Schlesien sein: dem Industrie- und Eisenbahnmuseum in Jaworzyna Śląska, dem Zinkhüttenmuseum in Katowice sowie dem Kohlebergbaumuseum in Zabrze, welche als öffentliche Einrichtung durch das erwähnte Projekt über seine laufende Tätigkeit hinausgeht.

Die „Industriestadt der Kinder” besteht nicht nur aus Workshops mit pädagogischem Charakter, sondern bildet auch ein Vorhaben, welches das Bewusstsein für Kulturerbe und regionale Traditionen erweitert. Die Aufteilung der Aktivitäten im Rahmen des Projekts ermöglicht das Kennenlernen der Geschichte der Industrie in den für diese wichtigsten Berufen, also Hütten-, Eisenbahn- und Bergbau-Arbeiter.

Die ,,Industriestadt der Kinder” ist ein Projekt, das den Erwartungen junger Menschen entgegenkommt. Ein Projekt, dass spielerisch erzieht und dabei Teamarbeit, Unternehmertum, Respekt für Geld und die ausgeführten Aufgaben beibringt und sich vor allem auf die Entwicklung positiver Charaktereigenschaften auswirkt, d. h. Toleranz, Empathie und gemeinsame Verantwortung.

Der zyklische Charakter des Projekts weist auf seine Entwicklung sowie auf das steigende Interesse seitens der jüngsten Teilnehmer hin, daher ist die Förderung ihres kreativen und intellektuellen Potenzials so wichtig. Das Projekt stellt eine Antwort auf die stattfindenden gesellschaftlichen Prozesse, den Bedarf nach der Entwicklungsstimulation der Kinder und der Ausbildung ihrer Identität dar. Die Auswahl der Empfänger ist auch nicht zufällig erfolgt. Jaworzyna Śląska ist hauptsächlich für die Eisenbahnindustrie bekannt. Die periphere Lage der Stadt gegenüber den wichtigsten Kulturzentren weist auf den Bedarf der Bildung in diesem Bereich von den jüngsten Jahren an hin. Das, was Jaworzyna mit Zabrze und Katowice verbindet, ist das postindustrielle Stadtbild sowie das enorme Erbe an Industriedenkmälern, die den nächsten Generationen überlassen wurden.

Die kompetente Nutzung eben dieser Werte kultiviert die funktionierenden gesellschaftlichen Bindungen, die soziale Partnerschaft und ermöglicht die Teilnahme an der Kultur im weitesten Sinne. Diese wiederum ist durch die wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Werte bereichert. Die jüngsten Teilnehmer der Workshops können aus dem bereits geschaffenen Werk hervorragende Verhaltensvorbilder, Arbeitskult und einen Sinn für Technologie schöpfen. Man darf nicht vergessen, dass die Projektteilnehmer zum Großteil aus ärmeren Verhältnissen stammen und häufig sozialen Pathologien ausgesetzt sind. Ein zusätzlicher Vorteil ist die Tatsache, dass die im Projekt angebotenen Attraktionen eine hervorragende Attraktion in der Ferienzeit bieten können.

VERANSTALTER:

Schlesisches Industrie- und Eisenbahnmuseum in Jaworzyna Śląska – Eisenbahnstadt der Kinder

Zinkhüttenmuseum in Katowice – Hüttenstadt der Kinder

Kohlebergbaumuseum in Zabrze – Bergbaustadt der Kinder